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Dezentrale Energiewende in Stuttgart ausgebremst?

Der vernünftige Plan der Stadt, Geld in dezentrale Versorgungsstrukturen vor Ort zu investieren, d.h. in Fotovoltaik und Blockheiz-Kraftwerke, sprich dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung, mit der Strom und Wärme hocheffizient erzeugt werden kann, gefällt dem neuen Technischen Geschäftsführer Olaf Kieser der Stadtwerke Stuttgart nicht. Sein Totschlag-Argument sind CO2-Emissionen durch Gasverbrauch - StZ, 30. März 2017

Die Alternative ist weiter wie bisher, EnBW-Strom und EnBW-Fernwärme oder einfache Gasheizung - alles mit mehr CO2 - und vielen weiteren Extrem-Giften aus der Kohle und Müllverbrennung!

Vermutlich auch unter seiner Regie hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke Stuttgart den weitreichenden Dienstleistungsvertrag mit EnBW verlängert - EnBW hat dadurch faktisch die Strom- und Gasversorgung der Stadt in der Hand. Der Dienstleistungsvertrag sollte 2019 auslaufen. Stuttgart kann sich so keine Kompetenzen aneignen.

Ein Mann der Konzerne

wird ab 1.1.2016 Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Stuttgart. Olaf Kieser hat 12 Jahre bei EnBW in verantwortungsvoller Position gearbeitet. Ab 2009 war er Technik-Vorstand der Energie Steiermark AG (Graz). An der Energie Steiermark ist der australische Finanzinvestor Macquarie mit 25% beteiligt - StN, 22.10.15

Was passierte mit den 2,4 Mrd. € Erlös

fĂĽr den Verkauf unserer Daseinsvorsorge 2002, der Stadtwerke - TWS? StZ, 21.8.15. Der GroĂźteil des Geldes wurde in die Zockerbank LBBW versenkt.

Hat sich mit der Neugründung Stuttgarter Stadtwerke 2010 die Haltung unserer PolitikerInnen bzgl. unserer Daseinsvorsorge positiv verändert?

Was die Stadt Stuttgart nicht wollte: Göppingen:
100% kommunales Stromnetz bringt neue Kunden und viel Geld. Ein Plus von 850.000 € in 2014 - StZ, 28.8.15

Wie in Stuttgart, so auch in Berlin: PolitikerInnen verabschieden sich von der Rekommunalisierung der Strom- und Gasnetze - pv magazine, 5.5.2015

Solarkataster

Fundiertes Solarkataster der Stadtwerke MĂĽnchen â–ş Link
Per Mausklick für jedes Hausdach maximaler Ertrag für PV (Stromerzeugung) und für Sonnenkollektoren (Wärme) ersichtlich. Ganz so gut ist die Stuttgarte Solarkarte nicht gelungen ► Link

Sinnvoll ist in jedem Fall ein Speicher, z.B. Tesla-Batterien, um möglichst viel vom selbsterzeugten Strom selbst zu verbrauchen. Für den ins öffentliche Netz eingespeisten Strom gibt es zu wenig Geld.

Mindestrendite fĂĽr EnBW

In der "EnBW-Stadtwerke Kooperation" darf der Energiekonzern einen großen Teil der entscheidenden Energiepolitik-Tätigkeitsfelder als 'Dienstleistung' allein übernehmen. Die Strom- und Gasnetze werden nur teilweise und sehr spät entflochen.
Mehr Infos: â–ş SN, 14.10.2014 â–ş Flyer, 13.10.2014

â–ş Beschlussvorlage des Gemeinderats fĂĽr den Konzessionsvertrag - GRDrs 693/2014, â–ş Netzbetreibergesellschafts-Vertrag â–ş Netz-Eigentumsgesellschaft-Vertrag

EnBW will mehr Geld fĂĽr die Netzdurchleitung â–ş SN, 10.10.2014

Wenn NetzrĂĽckkauf, dann zu 100%
Beispiel Hamburg
.

Aachen macht's vor:

das BĂĽrger-Stadtwerke-Kraftwerk - Text


Der Kampf ums Wassernetz:

Sieht so ein Energie-Traumpartner für Stuttgart aus? EnBW in großen Nöten - Text. Wer hilft da wem?

EnBW erhöht den Stuttgarter Wasserpreis um 9,5% und fordert von der Stadt den 4-fachen Preis fürs Wassernetz Text - Stadt klagt möglicherweise - dieser Zustand besteht schon recht lange - gegen EnBW - Text

► OB Schuster bietet EnBW die Betriebsführung unserer Wasserversorgung an, ab 1.1.2014, für wenigstens 3 Jahre. Siehe Brief an den Vorstand der EnBW-Regional-AG, Herrn Bruder. Unter völliger Missachtung des Bürgerbegehrens "100-Wasser". Der Gemeinderat billigt das - einstimmig! GRDrs 470/2012 und Protokoll


Mit der europaweiten Ausschreibung unserer Energieversorgung haben Stadt und Gemeinderat den 1. Schritt zur erneuten Privatisierung gemacht.

Ăśber die hoheitliche Aufgabe der Stadtwerke in der Energieversorgung, Vortrag von Prof. Dr. Gerhard WeissmĂĽller, ehemals TWS, Stuttgart:


► Die Stadt vergibt an EnBW den Auftrag, mindestens 3 Jahre alle städtischen Gebäude mit Ökostrom zu versorgen (entspricht der Versorgung von ca. 50.000 Privatkunden). Ein Auftrag, den der neu gegründete städtische Stromvertrieb dringend gebraucht hätte - Text