Home Navigationspfeil Konzessionsvergabe Stuttgart
Kommunen, die das lokale Stromnetz selbst betreiben wollen, werden immer häufiger verklagt. Die Regierung hat Besserung versprochen. Die Realität sieht jedoch anders aus - ZEIT ONLINE, 29.3.2016

Fernwärmenetz Stuttgart

Als einziges offen ist derzeit noch die Konzessionsvergabe für das 240 km lange Fernwärmenetz. EnBW besteht auf 'Ewigkeitsrechten' - die Stadt zögert. Rechtlich ist die Situation dieselbe wie bei der Wasserversorgung - hier gilt nicht das EnWG § 46 - der Gemeinderat kann bestimmen, wer die Konzession für die nächsten 20 Jahre bekommt. 2010 hat der Gemeinderat das Bürgerbegehren "100-Wasser" angenommen und steht derzeit in Verhandlungen wegen des Preises für das Wassernetz.

Garantierte Rendite fĂĽr EnBW

In der "EnBW-Stadtwerke Kooperation" darf der Energiekonzern beim Strom- und Gasbetrieb einen großen Teil der entscheidenden Energiepolitik-Tätigkeitsfelder als 'Dienstleistung' allein übernehmen. Die Strom- und Gasnetze werden nur teilweise und sehr spät entflochen.
Mehr Infos: â–ş SN, 14.10.2014 â–ş Flyer, 13.10.2014

Konzessionsverträge als Vabanquespiel

Jetzt soll über die Ausschreibung von Strom- und Gaskonzessionen rechtliche Klarheit geschaffen werden - zugunsten der Energiekonzerne: spiegel-online, 16.10.2015. Die Gerichte hatten bisher allesamt ohne rechtliche Grundlage zugunsten der Energiekonzerne 'Recht' gesprochen - siehe auch Fall Bad Saulgau - Schwäbische Zeitung, 4.12.2015 - 7 Jahre Kampf um Unabhängigkeit von EnBW verloren.

Badische Zeitung sieht Ausschreibung der Strom- und Gaskonzessionen kritisch. Kommunen entrechtet. - Artikel, 24.4.2014

Bad Saulgau muss nach 7 Jahren Klage seine Stromkonzession ausschreiben. EnBW hatte geklagt - obwohl 2008 der juristisch unbedeutende 'Leitfaden' von BNetzA und BKartA noch nicht existierte ► Schwäb. Zeitung, 4.12.15

Stuttgarter Richter Frank Fahsel

ĂĽber seinen Berufsstand. 'Tiefer Ekel' - SZ, 9.4. 2008

Klage gegen die Konzessionsvergabe in Stuttgart

Schönauer lassen Stuttgarter Vergabe der Strom- und Gas-Konzession an EnBW prüfen - Badische Zeitung, 11.4.14 - Klage wurde abgewiesen

Ausschreibung ermöglicht Manipulation

Rede von Stadtrat Hannes Rockenbauch zum Auswahlverfahren in Stuttgart - Auszug

So funktioniert Ausschreibung - Beispiel Stuttgart

Stadtrat Hannes Rockenbauch, Fraktionsgemeinschaft SÖS/Linke, als Einziger im zuständigen Gemeinderat-Unterausschuss gegen eine Beteiligung von EnBW: "das Votum sei nicht sachgerecht, die Punktevergabe an verschiedenen Stellen nicht nachvollziehbar" gewesen - STZ, 25.2.2014. Das Kooperationsmodell Stuttgart&EnBW hat die meisten Punkte beim Hütchenspiel Ausschreibung bekommen, die Stadtwerke Stuttgart alleine erhielten den 2. Platz.


Ă–ffentliche Unterlagen

der Stadt Stuttgart zum Konzessionsvergabeverfahren Link

Ist die Landeshauptstadt wirklich zu dumm

Stadtwerke selbst zu betreiben?
Stuttgart hat sich für die Ausschreibung und damit gegen die Eigenübernahme unserer Strom-, Gas- und Fernwärmekonzession entschieden. Die Stadt argumentiert, sie habe kein Know-how. Aber: bei Übergang des Netzbetriebs auf die Stadt wird das entsprechende EnBW-Personal übernommen. Zur Sicherung der Netzstabilität wird Software eingekauft, die die Kraftwerke steuert.

Die Stadt nimmt ihre Verantwortung fĂĽr uns nicht wahr!

► Fernwärme-Ausschreibung ausgesetzt, weil EnBW keine Daten liefert: EnBW soll das 240 km lange Stuttgarter Fernwärmenetz komplett bekommen - Text

â–ş Ausschreibung muss nicht sein! Text

► Das Bürgerbegehren 'Energie & Wasser Stuttgart' wurde am 6.12.2012 im Gemeinderat abgelehnt. 48 Gemeinderäte stimmten gegen das Bürgerbegehren, 4 dafür: SÖS/Die LINKE, eine grüne Gemeinderätin und eine linke enthielten sich. Als Grund für die Ablehnung diente die angebliche Verpflichtung zur Ausschreibung, siehe GRDrs 284/2012 Text

HĂĽtchenspiel der Konzessionsvergabe

Der städtische Betrieb muss den Zuschlag nicht bekommen, selbst wenn er die Vergabe-Kriterien am allerbesten erfüllt. Die Auswahl des neuen Konzessionärs ist wie ein Hütchenspiel. Matthias Albrecht, von der Kanzlei BBH über das Vergabe- verfahren für Strom- und Gas-Konzessionen, v. 10. Mai 2012 vor dem Stuttgarter Gemeinderat.

"HĂĽtchenspiel" ab min 32,50

Am Vortrag v. RA Albrecht wird deutlich, dass nur die Papiere der Kartellämter e. Ausschreibung verlangen. Diese Ämter haben aber keine Befugmisse gegenüber dem öffentlichen Raum. Sie sind zuständig für den Wettbewerb, für die Privat-Wirtschaft. ► Die Ausschreibung der Konzessionen in Stuttgart - ein Lehrstück für andere Kommunen - ....

â–ş
Ausschreibung muss nicht sein! - Abhandlungen RA Ortner Text - RA Hertwig Text

die Kommune Landsberg/Bayern

ĂĽber die immense Bedeutung, die Strom-Konzession nicht aus der Hand zu geben
- Bundesanzeiger/ Bekanntmachung 2009

► Der Stuttgarter Gemeinderat hat sich entschieden, die Konzessionen für unsere Energie-Versorgung über eine europaweite Ausschreibung zu vergeben. So kann er das Bürgerbegehren als rechtlich unzulässig ablehnen und die wiederholte (Teil-) Privatisierung unserer Energieversorgung vorbereiten.

Neue Bewerber für die Stuttgarter Konzession für Strom, Gas und Fernwärme (Juli 2012): Alliander AG, Véolia, die Südwestdeutsche Stromhandelsgesellschaft, Thüga, EWS und die Stadtwerke Schwäbisch Hall in verschiedenen Varianten. Die Entscheidung Stuttgarts, die Konzessionen über eine Ausschreibung zu vergeben, zieht Konzerne und Interessenten an, die an uns verdienen wollen. Die Interessen unserer Stadt treten immer mehr in den Hintergrund - Tabelle der Bewerber

Der Kampf um die Netze ist entbrannt! das Gutachten von Horvath & Partners schätzt erwartungsgemäß einen unabhängigen Stuttgarter Netzbetrieb als riskant ein. Hier finden Sie Argumente dafür, dass die Stadt Stuttgart den Netzbetrieb unbedingt selbst übernehmen muss - Argumente


► Stadtwerke-Jobs gefragt - auch bei hochkarätigen EnBW-lern - Text

â–ş Konzessionsvergabe: wer die Netze betreibt, bestimmt die Energiepolitik Flyer

► Eine bürgerfreundliche Stadt überlässt das Fernwärmenetz nicht der EnBW! Info

► Die Fernwärmeist unverzichtbarer Bestandteil der lokalen Energieversorgung. Flyer

â–ş Kritiker rĂĽgen Gutachten zur Stadtwerke-GrĂĽndungText - STZ, 12.1.2011

Warum soll eine große Stadt wie Stuttgart die eigenen Netze nicht selbst betreiben können? Selbst viele kleine Städte können das. Liste Stromnetz-Betreiber

Konzept fĂĽr Stuttgarter Stadtwerke
Text

"Die Entflechtung vor allem des Elektrizitäts-Netzes ist entscheidend, um den Sprung in eine neue ökonomische Ära zu schaffen".

Stand: EnBW will mindestens 50% der Stuttgarter Netze behalten und den >Betrieb unserer Stadtwerke übernehmen in einer neuen Konzession - und das für die nächsten 20 Jahre . STN27.4.2010. Wir meinen: EnBW hat keinerlei Anspruch hierauf!Presse-Erklärung, 28.4.2010

Beworben fĂĽr die Konzession also fĂĽr die Ăśbernahme der Netze und des Netzbetriebs Stuttgart haben sich:
• EnBW Regional AG -
• EiB - Energie in Bürgerhand eG, Genossenschaft aus Freiburg
• KommunalPartner Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG,
- (Stadtwerke von Baden-WĂĽrttemberg)
• Netzkauf EWS eG - Elektrizitätswerke Schönau
• SVV - Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrs-GmbH
• Thüga AG - Zusammenschluss von 450 Kommunen/ Städten

Sie alle wollen an Stuttgart verdienen.
â–ş Sind die Stuttgarter dĂĽmmer? Text


Einen Fall wie Stuttgart gab es noch nie!
Nirgends haben Gemeinderäte Bürgereigentum so fahrlässig aus der Hand gegeben. Im Konzessionsvertrag wird nicht geregelt, dass unsere Versorgungsinfrastruktur wieder zurückgekauft werden kann, es fehlt die sog. Endschaftsklausel. Es sieht also so aus, als hätten wir kein Recht auf Rückerwerb der Netze. Aber das Konzessionsrecht, ein Bundesrecht, hat das gesamtgesellschaftliche Ziel, den Kommunen die Selbstversorgung - garantiert nach Art. 28 GG - zu ermöglichen.
Das bedeutet, dass wir für die Herausgabe unseres Eigentums gegen EnBW klagen müssen. Ausführlichere Erörterung und Aufforderung an die Gemeinderäte, umgehend zu handeln:- Brief

► Stadtwerke - ein lohnendes Geschäft! Während EnBW ausschließlich ihren Aktionären Profit bringt, dienen Stadtwerke ihren Bürgern auf vielfältige Weise: finanzielle Hilfe für Kindergärten, öffentlichen Nahverkehr, Theater, Schwimmbäder, Schulen usw. Stadtwerke vergeben an das örtliche Handwerk und Kleingewerbe Aufträge. Sie sichern damit Arbeitsplätze und Gewerbesteuern vor Ort. Nur mit Stadtwerken können wir auf eine dezentrale, ökologische Energieerzeugung setzen. Kein Stadtwerk ging je Pleite!